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Jeder Mensch ist Teil der Natur, hat seinen Platz in ihrer biologischen Vielfalt. Sie ist die schutzwürdige Lebensgrundlage für uns alle.

Erleben Sie Natur als Inspiration und Kraftquelle, Partnerin und Spiegel, Lehrende und Coach in Ihrem Alltag.

Nehmen Sie als Leser/in an meinen geschriebenen kleinen Ausflügen teil! Sie finden darin Ideen für eigene Unternehmungen und Beobachtungen zum vertieften Natur erleben.
Schreiben Sie mir von Ihren besonderen Erlebnissen!

Entdecken Sie mehr über Naturpädagogik und die erlesene Natur durch meine Garten-Gedanken und Wald-Wandel. Monatlich wechselnde Anregungen zum Natur erleben finden Sie unter Neues entdecken.
Um Ihre eigene Natur besser zu verstehen biete ich Ihnen Coaching. Seitenanfang


Naturpädagogik ist ein ganzheitlicher Ansatz im weiten Feld der Umweltbildung. Alle Sinne, Hand, Herz und Verstand werden für das Lernen durch Begreifen und Berührtwerden mit einbezogen. Die eingesetzten Methoden sind überwiegend ruhige: sinnlich-wahrnehmend, forschend-entdeckend, künstlerisch-handwerklich, spielerisch, meditativ und mit Geschichten. Besondere Achtsamkeit wird auf eigenes Erleben und die Vertiefung unserer Beziehung zur Natur, anderen Menschen und uns selbst gelegt.

So ist Naturpädagogik wesentlich mehr als Wissensvermittlung. Sie ist zur Heranführung an die Natur für Kinder ab 3 Jahren und Schüler ebenso geeignet wie zum Wiederentdecken und Vertiefen für Erwachsene und Senioren.

Eine fundierte, berufsbegleitende Fortbildung bietet fast bundesweit (auch in Berlin-Brandenburg) die
Naturschule Freiburg e.V. an, die interessierten Menschen aus allen Berufsgruppen offen steht. Wahrnehmung, Kontakt und Beziehung werden natürlich, lebendig und persönlich ermöglicht.

Ich bin als ehemalige Teilnehmerin und pädagogische Begleitung immer noch als Dozentin für Projektplanung für die Naturschule mit Freude tätig.

Die Grundlagen der Naturpädagogik und ihre Methoden ziehen sich durch all meine Angebote – auch in Beratung, Coaching, Seminaren. Seitenanfang


Seit 2014/2015 bin ich dabei, einen vernachlässigten Ziergarten zu einem lebendigen Naturgarten umzugestalten. Das erfordert Geduld und Ausdauer. Ich kann säen und pflanzen, aber was wächst und gedeiht entscheiden die Pflanzen selbst. Ich lese viel und frage erfahrene Gärtner/innen um Rat, bin danach verwirrt oder klüger, folge dann doch meiner Intuition. Das geht mal gut, mal nicht. Jedenfalls wachsen meine Erfahrung und Vertrauen, wenn auch nicht alle Blumen!

02.03.2017 Dynamik
Es macht so viel Freude zu planen, was ich wo in diesem Jahr säe oder pflanze! Ich sehe die Flächen vor meinem inneren Auge in den verschiedenen Farben und Formen. Und ebenso viel Spaß macht die Überraschung, was wohl vom letzten Jahr neu oder wieder kommt oder gar nicht - oft ganz gegen den Plan. Es wäre doch schade, wenn alles genau so liefe, wie ich es will. Mit der Partnerin Natur ist das Leben angeregt, intensiv, vielfältiger.

01.02.2017 Über Leben
Der Mini-Teich ist zugefroren, der Styropor-Eisfreihalter komplett in Eis eingeschlossen. Ob es den Fröschen, Insektenlarven, Egeln und Schnecken noch gut geht, genug freies Wasser und Sauerstoff zum Atmen vorhanden ist? Werden die wärmeliebenden Pflanzen wie Lorbeer und Rosmarin durchkommen oder vertrocknen? Viele Pflanzen und Tiere sind enorm anpassungsfähig. Wenn aber Bedarf und Realität zu weit voneinander abweichen, die kleine Künstlichkeit kein natürliches Biotop darstellt, dann sind Verluste unvermeidbar oder mehr Fürsorge nötig. Wie viel will ich gestalten, habe ich als Gärtnerin ein Ziel vor Augen? Oder was kann ich so wild sein lassen, der Natur überlassen, das ganz Natürliche zulassen? Da steckt noch mehr drin ...

02.12.2016 Verantwortung
Ich habe das erste Mal einen älteren Strauch umgepflanzt, fast schon ein Baum, eine Drehhasel. Hätte ich das nicht tun dürfen, weil sie schon länger an dieser Stelle stand? Ihre Wurzeln waren beachtlich, denn der Standort war am Hang und viel zu trocken für sie. Habe ich ihr nun einen Gefallen getan, weil ich ihr ein passenderes Umfeld zugedacht habe? Ich werde es erst im nächsten Jahr wissen, ob mein gut gemeintes Umpflanzen ihr auch wirklich mehr genützt als geschadet hat. Bis dahin werde ich sie so gut wie möglich pflegen, hoffen, dass der Winter gnädig ist, und vertrauen, dass Mutter Natur uns hilft.

04.10.2016 Spinnerei
Ich war Anfang September im frühherbstlich gärtnerischen Eifer, kroch durch die Blumenwiese, schnitt hier und dort was ab, entdeckte neue Pflanzen, und fand tatsächlich zwei Eierkokons der Wespenspinne - siehe Eintrag aus August. Sie hatte Stängel und Blätter von Schafgarbe und Gräsern regelrecht als Zelt zusammengezogen und darunter einen fast 3 cm großen, beige-braun-gesprenkelten Beutel gewoben. Was für ein Kunstwerk! Dort werden die Jungspinnen bis zum Frühjahr ausharren. Ich werde aufpassen, das ich beim Mähen und Neupflanzen ihr Zuhause nicht beschädige. Ist das zu viel Rücksichtnahme und Selbstbeschränkung? Es ist die Achtung vor allem Leben, das leben will. Ich habe genug Platz drumherum.

01.09.2016 Weitergeben
Die Samenproduktion einiger Pflanzen ist beachtlich! Haben sie vor im kommenden Jahr den Garten zu überwuchern? Ich lasse sie sich vermehren, verjüngen, alleine wandern, sammle teilweise die Saat, säe an anderen Stellen aus, und verschenke die Samen weiter an andere Naturgartenfreunde. Wo werden sie gute Bedingungen finden, um zu keimen, eine neue Generation und Population zu gründen? Es für mich ungewiss - für die Pflanze auch. Und genau deshalb produziert sie so viele Samen. Ich hätte sie gleich nach der Blüte zurückschneiden können. Aber damit hätte ich ihr den Sinn und mir das Erleben ihres vollen Lebenszyklus genommen. Ein paar Vogelarten futtern sich auch satt an den Samen. Es ist genug für alle hier.

02.08.2016 Hui Spinne
Es gibt noch eine zweite kleine Wildblumenwiese, in der Heidenelken, Sandthymian und Schafgarbe blühen. Zwischen den trockenen Stängeln hat eine Wespenspinne ihr Radnetz gesponnen und fängt eine Heuschrecke nach der anderen. Vielleicht auch bald ein Männchen, dann gibt es Nachwuchs im nächsten Jahr - wenn ich den Kokon sichern kann vor meiner Gartenlust. Daneben, in der üppig blühenden Minze, hängt eine Hummel bewegungslos. Eine Kugelspinne hat sie erwischt. Im Schuppen, zwischen den Stauden, an der Hauswand - überall tummeln sich verschiedene Spinnen. Sie zu beobachten macht viel mehr Freude als Spinnweben im Haus wegzufegen.

04.07.2016 Bunte Vielfalt
Die Wildblumenwiese ist zwar nur etwa 15 qm klein, aber voller Leben. Alle paar Tage ändert sie ihr Erscheinungsbild. Blumen vergehen, samen sich aus, andere bekommen dadurch einen Platz an der Sonne. Manche Stängel wachsen bis auf Schnuppernasenhöhe, die Blüten duften und tanzen im Wind, die Blütenformen und -farben wechseln, locken verschiedene Insektenarten an. Es gibt keine andauernde Dominanz, sondern nur stete Veränderung mit kurzen, starken Präsenzen und kleinen, unauffälligen Ergänzungen. Letztes Jahr sah sie noch ganz anders aus, nächstes Jahr wird sie sich wahrscheinlich weiter verändern. Ich freue mich an jeder Pflanzen- und Tierart, die ich entdecke. Nachbars Katze schläft gerne versteckt zwischen den Blumen. Ein wohliger Anblick voll lebendiger Ruhe.

02.06.2016 Duftgäste
Der Flieder ist verblüht und die grossen Dolden der Kletterhortensie an der Garage beginnen ihren lieblichen Duft üppig zu verströmen. Er verabschiedet und begrüsst mich überschwänglich an der Pforte, wann immer ich das Grundstück verlasse oder betrete. Die Hummeln sind schon zu Gast. In wenigen Tagen werden die wilden und die zahmen Bienen des Imkers aus der Umgebung das Pollenangebot auch bemerken. Dann rieselt der Blütenstaub durch ihre Bewegung zu Boden, bildet einen gelben Teppich auf den Wegplatten. Wenn sie dieses neue Angebot dann entdecken, pusten sie mit ihren Flügeln bei der Landung kleine Kreise frei, laufen irritiert den Pollen hinterher. Es ist ein Zauber von Ursache und Wirkung, Muster und Rhythmus im winzigen Massstab.

03.04.2016 Wildwuchs
Es spriesst an allen Ecken und Enden des Gartens - besonders das Unkraut. Ja, Unkraut! Kurzform für mir unbekanntes, an manchen Standorten unerwünschtes, unerklärlich dort hinkommendes, ungeheuerlich schnell wachsendes, vielleicht UN-weit vorkommendes, unglaublich viel Kraut! Einige der Wildkräuter kenne ich nun schon, andere verschaffen mir noch immer den kriminalistischen Rätselspass der Artbestimmung. Ich jäte nur, was ich kenne und was viel zu viel wird. Sonst darf bleiben, wer kommen mag in dem Naturgarten. Und deshalb werden auch stets zahlreiche, neue in dem Garten sich tummeln.

02.03.2016 Geduld
Das milde Wetter verleitet mich fast, im Garten loszulegen! Beete vorbereiten, Mulch entfernen, Saat verteilen ... Aber es ist doch erst Vorfrühling! Die Bodenlebewesen und Pflanzen werden es mir nicht danken, wenn ich jetzt im Boden grabe. Und so denke ich nicht nur daran, worauf ich gerade Lust habe, sondern auch, was meine Aktionen bei anderen bewirken, ob sie ihnen gut tun. Es gibt genug anderes im Garten, an der frischen Luft zu machen, was andere Lebewesen nicht stört in ihrem Rhythmus.

28.01.2016 Teichbesucher
Die Vorbesitzer hatten einen kleinen Plastikteich angelegt, in dem leider noch ein vergessener Goldfisch schwimmt. Ich war letzten Sommer nicht flink genug mit dem Käscher. Heute morgen aus dem Fenster sehe ich am Rand einen Graureiher stehen in Lauerstellung. Möge er ihn fangen, damit die Frösche und Kaulquappen sich ungestört entwickeln können! Lange konnte ich den Vogel beobachten, bis er plötzlich zustieß- und einen großen Frosch im Schnabel hatte! So ist es, die frisst er auch gerne. Hoffentlich kommt er wieder, um noch den Goldfisch zu holen.

21.01.2016 Gestaltung
Boden, Licht, Feuchtigkeit und Nährstoffe: Es werden nur Pflanzen hier wachsen, die mit den Gegebenheiten eines kleinen, sandigen Reihenhausgartens klarkommen. Denn ich betreibe keine Intensivstation, die meiner dauernden Pflege zur Lebenserhaltung oder Reanimation bedarf. Ich bin gespannt, welche Gewächse das über die kommenden Jahre sein werden, wie sie wechseln und ob ich zufrieden damit bin. Wird es dem Wunschbild meines Naturgartens entsprechen? Die Natur kennt kein fertiges Zielbild. Und so wandelt sich meine Wahrnehmung ohne Erwartung stetig mit dem Garten, in dem ich mich wohlfühle.

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Feierabend-Spaziergänge – die natürliche Alternative zur After Work Party! Wenn die Arbeit des Tages getan ist, zieht es mich raus. Ich gehe auch gerne mal in der Mittagspause kurz in den Wald oder zumindest durch die Siedlung, um den Kopf frei zu pusten. Ich entdecke dabei jedes Mal etwas Neues – in der Natur und mir.

02.03.2017 Glücksgeschenk
Gestern beim Abendspaziergang entdeckte ich am Holzlagerplatz der Försterei eine wunderschöne, frisch gesägte Stammscheibe Roteiche. Wie gut würde die auf meiner Terrasse neben den anderen Holzelementen aussehen! Einfach so mitnehmen wäre aber Holzfrevel. Während ich noch überlegte, den Förster jetzt gleich oder erst morgen um Erlaubnis zu bitten, kam er vorbei auf seiner Abendrunde durchs Revier. Was für ein glücklicher Zufall! Und er gab gerne dieses für ihn unbrauchbare weil unverkäufliche Stück Holz an mich. Danke für dieses Geschenk!

01.02.2017 Stellvertreter
Ein Baum macht noch lange keinen Wald, schon gar nicht, wenn er einzeln, außerhalb seines Verbreitungsgebietes und dann nur im Garten steht. Ich sehe beim Schreiben dieser Zeilen auf die alte Tanne vor dem Fenster. Darin tummeln sich auf den verschiedenen Höhen Wintergoldhähnchen, Grünfinken, Ringeltauben, Spatzen, 4 Arten von Meisen, Elstern, Nebenkrähen, Rotkehlchen, Amseln ... Welche Fülle lebt in naturnahen, standortgerechten Wäldern, meist unsichtbar für uns?! Der große Baum nahebei erinnert mich täglich daran, auch wenn ich gerade nicht durch den Wald streife. Ich sehe den Wald in jedem Baum.

02.12.2016 Waldweihnacht
Wenn ich diese Tage durch den Wald streife, achte ich besonders auf die Nadelbäume, überwiegend Kiefern und einige Douglasien. Wie verschiedenen sie gewachsen sind, je nach Nachbarschaft, Boden, Licht, hungrigen Tieren. Klein und krumm, rank und schlank, dicke, dünne, alte, junge. Ich reibe an den Nadeln, spiele mit den Zapfen, verklebe meine Finger mit dem Harz, atme tief die Düfte ein. Ab und zu finde ich ein paar Zweige am Boden, die der letzte Sturm heruntergerissen hat, und nehme sie mit nach Hause. Mehr Weihnachtsbaum brauche ich nicht.

04.09.2016 Durchatmen
Ich war sehr, zu lange nicht mehr im Wald vor der Haustür unterwegs. Entweder gab es im Garten zu tun oder es zog mich weiter fort. Warum passiert mir das, obwohl ich weiss, wie gut mir ein Wald-Spaziergang tut? Weil er ja jederzeit da ist, irgendwas anderes immer wichtiger ist, es zu heiss, spät, dunkel oder voll mit Menschen ist ... Es gibt viele Gründe oder Ausreden. Entschuldigen brauche ich mich nicht beim Wald für meine Abwesenheit sondern nur bei mir selbst. Geht nachholen? Nein, aber immer wieder von neuem beginnen, raus gehen, alle Sinne öffnen, tief durchatmen und mich wohl fühlen.

04.07.2016 Dichterwald
Zum Langen Tag der StadtNatur habe ich im Wald einen Workshop zum Gedichteschreiben inspiriert von Bäumen angeboten. Die anschließende Lesung der entstandenen Zeilen sowie meinen eigenen Gedichten und von den Dichtern Hesse, Goethe, Mörike und Wordsworth rundete den Abend ab. Unter freiem Himmel mit den Kronen von Birken, Buchen, Kiefern als Dach, den Duft der Erde in der Nase, um uns herum Vogelgesang und Flüge von Buntspechten und Buchfinken, viele Gedanken und Gefühle, geteilt mit bis dahin unbekannten Menschen, die sich verbunden fühlten durch Wahrnehmungen, Wald, Worte - wundervoll.

02.06.2016 Schutz
Im Urlaub bin ich durch Korkeichenwälder im Süden Spaniens gewandert. Es gab Bäume, die sichtbar erst vor einem Jahr ihrer schützenden Korkrinde entledigt wurden, noch die nackte, dunkelrote Schicht darunter zeigend. Bei anderen war die Borke schon wieder in 7-8 Jahren dick nachgewachsen. Sehr alten, grossen war anzusehen, das sie vielleicht noch nie oder nur einmal vor langer Zeit entrindet wurden an Stamm und Hauptästen. Und ganz viele Jungbäume, nur wenige Zentimeter im Durchmesser, waren noch ganz unversehrt. Die Entrindung wirkt brutal. Doch in diesen Wälder leben so viele Tiere und Pflanzen, dass eine nachhaltige Nutzung vertretbar und zum Erhalt der Wälder sogar nötig ist.

03.04.2016 Lebensrhythmus
Die Zeit der Frühblüher und Bodendecker wie den Busch-Windröschen ist da im Wald! So ein kurzes, für uns sichtbares Leben an der Oberfläche, dem wieder 10-11 Monate Rückzug in den Boden folgen. Was für ein eigenwilliger Rhythmus - der aber gut ins Gefüge Lebensraum Wald passt. Wenn die blühende Pflanze ihre Aufgaben Vermehrung und Ausbreitung erfüllt hat, kann sie sich wieder ausruhen. Das ist viel sinnvoller, als das ganze Jahr nach Licht hungernd jämmerlich rumstehen.

02.03.2016 Moosgrün
Im diffusen Licht eines bedeckten Himmels leuchtet grünes Moos vor grau-braunem Waldboden besonders hell und freundlich. Ein kleine, dicht bewachsene Welt für sich auf einem alten Baumstamm. Wie viele Tierarten leben darin und davon, welche Pflanzen können dank der Moospolster Fuss fassen? Wie viel Feuchtigkeit speichert diese kleine Fläche und gibt sie wieder an die Umgebung ab? Wie weich und zart, robust und ausdauernd, vielgestaltig und artenreich ist Moos!

22.01.2016 Schräge Vögel
Es liegt Schnee, fast alle Wege sind glatt, die Sonne strahlt am blauen Himmel, ich mache einen Mittagspausen-Spaziergang. Ich nehme das Fernglas mit, um Vögel zu beobachten. Aber ich achte mehr auf meinen Gang, denn der Boden erfordert das. Schritt für Schritt, ohne auszurutschen und zu stürzen. Ich will schneller vorankommen. Warum, wozu? Weil mir kalt ist. Ich gehe trotzdem so langsam, dass ein sicherer flüssiger Rhythmus entsteht. Mein Atem wird gleichmäßiger, tiefer. Ich nehme die helle, kaum wärmende Sonne und Schattenspiele der Bäume wahr, höre einen Habicht, den ich erhofft hatte. Aber er ruft weit weg, kurz und merkwürdig weich. Aus der selben Richtung vernehme ich verschiedene Singvogelrufe und eine Art Autosignal ...?! Dann erklingt das Rätsch, ätsch! des Eichelhähers und entlarvt die gekonnten Imitationen. Das Fernglas trage ich nur als Ballast. Seitenanfang